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Sommerferien – keine Chance für Langeweile

Jede Menge Ausflugstipps . . .eine Auswahl


Eine der größten Attraktionen im Main-Kinzig-Kreis ist neben den Hanauer Brüder-Grimm-Märchenfestspielen der Erlebnispark in Steinau. Das große Gelände bietet ausreichend Attraktionen, Spiele und Abenteuer um einen abwechslungsreichen Tag für die ganze Familie zu gestalten. Das Freizeitvergnügen wird abgerundet durch einen Streichelzoo, ein Restaurant, zahlreiche Grillhütten sowie die reizvolle Landschaft. Die jährlich rund 120.000 Besucherinnen und Besucher bestätigen das.

Fast 40 Attraktionen und Spielmöglichkeiten fügen sich gut ein in die hügelige Landschaft. So hat der Gast von der Albtrossbahn einen hervorragenden Ausblick über das Kinzigtal bis zum Vogelsberg. Neben Rutschbahnen, Karussells, Autoscooter, Trampolin und Spielanlagen bietet der Park ein landwirtschaftliches Museum. Zuletzt sind die Berg- und Talbahn „Froschkönig“ sowie die Goldgräberstation „Dukatenesel“ entstanden.

Ebenfalls in Steinau befindet sich die „Teufelshöhle“, Hessens einzige begehbare Tropfsteinhöhle. Die dunkle Grotte tief im Wald verspricht ebenfalls Spannung und Abenteuer. Das etwa 2,5 Kilometer lange Gewölbe im Muschelkalk ist etwa drei Millionen Jahre alt und eine geologische Kostbarkeit. Beeindruckend ist der Dom mit einer Höhe von elf Metern. Die Grotte kann nur bei regelmäßigen Führungen besichtigt werden.

Eine beliebtes Ausflugsziel im Main-Kinzig-Kreis ist die Fasanerie in Klein-Auheim. Der Hanauer Wildpark bietet viel Platz für ausgedehnte Spaziergänge und präsentiert zahlreiche Wildtiere über Wisent, Wolf und Wildschwein bis hin zu Elch, Uhu, Kolkrabe, Hirsch und Luchs. Angegliedert ist auch ein lehrreiches Forstmuseum. Weitere kleine Wildgehege gibt es in Bad Orb, Schlüchtern, Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd und Linsengericht.

Auch die Kneippanlagen in Flörsbachtal, Jossgrund, Wächtersbach und Sinntal sind lohnende Anlaufstellen. Ein Erlebnis für die Sinne verspricht darüber hinaus Deutschlands längster Barfußpfad in Bad Orb.

Beste Voraussetzungen für eine Runde Golf bieten die Plätze in Bad Soden-Salmünster, Gründau, Freigericht oder im Jossgrund. Außerdem gibt es zahlreiche gepflegte Minigolf-Anlagen. Das sportliche Angebot wird abgerundet durch Tennisplätze, Kegelbahnen, Soccerhallen oder auch Skipisten in verschiedenen Orten des Kreises.

Zu den besonderen Attraktionen im Spessart gehören die organisierten Überfälle der Spessarträuber, Ausflüge mit dem Planwagen oder eine der zahlreichen naturkundlichen Führungen. Lohnenswert ist auch ein Besuch auf dem Flugplatz in Gelnhausen, eine touristische Stadtführung oder auch nur der Spaziergang durch einen der rund 150 Orte im Main-Kinzig-Kreis

Neben Hotels, Gasthäusern und Pensionen laden Naturfreundehäuser, Jugendfreizeitheime und Jugendherbergen zum Verweilen ein. Für Familien mit Kindern bietet sich der Urlaub auf dem Bauernhof an. Eine stattliche Anzahl von modern eingerichteten Campingplätzen für Zelte und Wohnwagen runden das Bild eines vielseitigen Übernachtungsangebotes ab.

Und auch das kulinarische Angebot hat für jeden Gaumen etwas zu bieten. Neben gutbürgerlicher Küche findet man in der Gastronomie entlang der A 66 – von Maintal bis Schlüchtern – auch besondere Spezialitäten wie die Spessart-Forelle, Wildgerichte, Spargelkreationen oder auch leckere Ideen rund um den Apfel.

Für Regentage bietet sich an der Besuch in einem der zahlreichen Kinos. Aktuelle Filme laufen unter anderem im Central in Hanau, im Luxor-Filmpalast in Nidderau sowie im Pali und Casino in Gelnhausen. Ausgewählte Produktionen laufen auch im Kuki in Schlüchtern.

In Steinau an der Straße lebten die berühmten Märchenbrüder Jacob und Wilhelm Grimm von 1791 bis 1798. Ihr Wohnsitz, das Brüder Grimm-Haus Steinau ist ein Museum zu Leben und Werk. Im Marionettentheater „Die Holzköppe“ werden die Märchen lebendig. Märchen-Stadtführungen, Märchenerzählungen und die Ausstellung im Steinauer Schloss laden in die Märchenwelt der Brüder Grimm ein.

Historische Erlebnisführungen in Gelnhausen

Eine Stadt, die im Jahre 1170 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa gegründet wurde. Südöstlich vor der Stadt errichtete sich der Kaiser eine Pfalz zu Repräsentationszwecken.

Einblicke in die Geschichte der Stadt bekommen Besucher während der Stadtführungen die bei der Tourist-Information in Gelnhausen gebucht werden können. Während der historischen Erlebnisführungen können sich die Gäste auf eine spannende Zeitreise in 800 Jahre Stadtgeschichte begeben. Arme Ackerbäuerinnen aus dem 16. Jahrhundert, Magister Faust auf der Durchreise, Kräuterweiber, Kaffeekönige, Nachtwächter, Latrinenputzer, Zeitungssängerinnen und weitere historische Figuren werden lebendig. Die Gästeführer schlüpfen nicht nur in originalgetreue historische Gewänder, sondern gleichsam in die Haut historischer Persönlichkeiten. Auf diese unterhaltsame Weise werden geschichtliche Fakten vermittelt. An Originalschauplätzen kann der Besucher nicht nur sehen und hören, sondern dank vieler Requisiten und kleiner Leckereien nach Originalrezepten auch riechen und schmecken, wie vor vielen Jahren das alltägliche Leben aussah.

Musikalisches, Literarisches und Märchenhaftes - der Kultursommer Main-Kinzig-Fulda

Was als mutiges Experiment im Jahre 2000 begann, ist im Lauf der Zeit zu einem festen und beliebten Kulturangebot in der Region geworden. Aus dem zarten Pflänzchen Kultursommer entwickelte sich ein bedeutendes Festival mit über 50 Veranstaltungen. Von Mai bis September wird an bis zu 40 verschiedenen Spielorten ein abwechslungsreiches Programm geboten. Der Kultursommer wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gefördert. Er ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Landkreise Main-Kinzig und Fulda. Bei Theater, Kunst und Musik erfreuen sich jährlich mehr als 25.000 Zuschauer von der Vielfalt. Einige Veranstaltungen gehören von Anfang an zum festen Bestandteil des Programms, wie zum Beispiel die klassischen Konzerte in der Hochstädter Kirche in Maintal, die Opernakademie in Bad Orb und die Musiktage auf Hof Trages.

Radfahren

Wem das Radfahren im Flachland zu langweilig und die Alpenüberquerung zu anstrengend ist, der findet im Main-Kinzig-Kreis hervorragende Bedingungen vor. Leicht und unbeschwert lässt es sich durch das Kinzigtal von Hanau über Gelnhausen und Steinau nach Schlüchtern fahren, während im Spessart zahlreiche Höhenzüge auch den sportlich ambitionierten Radfahrer vor Herausforderungen stellen. Gut ausgeschilderte Routen vernetzen die Naturparke Vogelsberg, Spessart und Rhön. Die Strecken führen durch atemberaubende Natur entlang an Flüssen und Bächen, über Wiesen und durch Wälder zu den vielfältigen Sehenswürdigkeiten im Kreis. Kurzum: Radfahren und der Main-Kinzig-Kreis gehören einfach zusammen.

Wer entlang des hessischen Radfernweges 2 von Biedenkopf kommend nach Sinntal radelt, lernt den Main-Kinzig-Kreis gleich von seiner anstrengenden, aber auch wunderschönen Seite kennen. Von Biedenkopf bis hinter Fulda gibt es keine großen Steigungen zu erklimmen. Dann aber wird es knackig: Der Spessart im Main-Kinzig-Kreis hält für „Rad-Kletterer“ noch einmal eine richtige Herausforderung parat, bevor es nach Sinntal geht.

Genau das Gegenteil bietet der hessische Radfernweg 3, der auf den Spuren des Spätlesereiters von Rüdesheim am Rhein bis nach Tann in die Rhön führt. Ohne nennenswerte Anstrengungen radelt es sich durch das Kinzigtal. Schon kurz hinter Frankfurt lässt das städtische Treiben nach und führt den Radfahrer entlang des Mains vorbei an Maintal, Hanau mit Schloss Philippsruhe, Erlensee, den Hessentagsstädten Langenselbold und Gelnhausen mit Kaiserpfalz und Marienkirche weiter nach Wächtersbach in die Kurstadt Bad Soden-Salmünster. Von dort führt der Fernradweg durch die Brüder-Grimm-Stadt Steinau in den Luftkurort Schlüchtern und verlässt dann den Main-Kinzig-Kreis in Richtung Fulda.

Auch wer sich den Radfernweg 4 ausgesucht hat, kommt am Main-Kinzig-Kreis nicht vorbei. Auf seiner Länge von insgesamt 402 Kilometern streift er den Flächenkreis am westlichen Zipfel, kurz vor den Toren Frankfurts. Die Orte Niederdorfelden und Maintal repräsentieren auf dem Radfernweg 4 den Main-Kinzig-Kreis.

Eine wunderschöne Strecke entlang des Mains führt den Fahrradfahrer ebenfalls durch den Main-Kinzig-Kreis. Der Main-Radweg auf der Strecke zwischen Wiesbaden und Bayreuth lotst den Radler auf seinem Weg durch den Main-Kinzig-Kreis durch Maintal, Hanau und Großkrotzenburg. Hammersbach, Erlensee und Großkrotzenburg sind auch Bestandteil des Limes-Radweges.

Weitere Wege im Westen des Main-Kinzig-Kreises, die auch als Radrouten genutzt werden, sind die Hohe Straße und der Weinbergsgrundweg in Niederdorfelden. Eine Regionalparkroute folgt weitgehend dem Verlauf der Hohen Straße und lädt mit Aussichtspunkten, Rastplätzen und Leseecken zum Verweilen ein.

Eine wunderschöne Strecke für Radfahrbegeisterte ist der Vogelsberger Südbahnradweg. Entlang der ehemaligen Bahntrasse der Vogelsberger Südbahn verläuft die 35 Kilometer lange durchgehend asphaltierte Radstrecke. Von Wächtersbach über Brachttal nach Birstein verbindet er die Radwege im schönen Kinzigtal mit dem Naturpark Hoher Vogelsberg. Ab Wächtersbach ist der direkte Einstieg vom R3 aus möglich, bei Hartmannshain im Norden schließt sich der Vulkanradweg an.

Der europäische Kulturradweg „Perlen der Jossa“ führt durch das Tal der Jossa auf einer Länge von 25 Kilometern und bei einem Höhenunterschied von nur 200 Metern. Von der Quelle der Jossa bis zu ihrer Mündung in die Sinn führt der Weg durch eine unglaublich vielfältige Kulturlandschaft im Spessart. Auf zwölf Stationstafeln werden die Orte und besondere Geschichten vorgestellt.

Zu Fuß auf historischen Pfaden in reizvoller Landschaft

Die Wander- und Freizeitkarten für den Main-Kinzig-Kreis beschreiben eine Vielzahl von Ausflugszielen und reizvollen Wegen. Nicht selten bewegt sich der Wanderer dabei auf historischen Pfaden, die das Land beidseits der Kinzig prägen. Die Spuren haben die Römer gelegt, die von Nord nach Süd ihren Grenzwall zogen, den Limes. Die Kelten, die auf den Hügeln ihre Fluchtburgen und Kultstätten bauten. Die Regenten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, die zu frühmittelalterlicher Zeit die Stadt Gelnhausen zu einer ihrer kurzzeitigen Metropolen machten.

Später auch die Handelsleute, die mit hochbeladenen Fuhrwerken ihre Waren zu den Menschen. Darunter auch die Eselstreiber, die Salz als weißes Gold von ihren Grautieren über die Höhen schleppen ließen. Und vor nicht langer Zeit die Eisenbahnbauer, die Schienenstränge mit sanfter Steigung in den Vogelsberg und in den Spessart legten. Heute sind es bequeme Wege für Wanderer und Pedaltreter.

In der Wanderkarte für die gesamte Spessartregion markiert ein P in den kleinen Punkten einen der rund 250 von den beiden Naturparken auf hessischer und bayerischer Seite ausgewiesenen Parkplätze, gut zu erreichende Ausgangspunkte für zumeist mehrere, durchgehend gekennzeichnete Rundwanderwege mit unterschiedlicher Schwierigkeit.

Der goldene Stern im blauen Punkt weist auf die in den vergangenen Jahren geschaffenen Kulturrundwege. Hier liegt der Schwerpunkt auf den historischen Gegebenheiten sowie die einstige Nutzung von Wald und Feld. Ausführliche Tafeln liefern die passenden Erläuterungen an markanten stellen. Ein L im blauen Punkt gibt den Hinweis, wo die Lehrpfade beginnen, interessante Wege in biologisch bemerkenswerte Refugien der Natur.

Eselsweg

Der Eselsweg zählt zu den Wegen, die über 20 Jahrhunderte lang große Bedeutung hatten. Begeben Sie sich auf den 111 Kilometer langen Weg mit leichter bis mittlerer Steigung, auf dem keltische Krieger und römische Kaufleute, kaiserliche Kuriere, Bischöfe, Grafen und Ritter in grauer Vorzeit ebenso unterwegs waren wie arme Bauern und ehrbare Glasmacher. Berühmt gemacht haben ihn jedoch die Bad Orber Salzkarawanen, die hier einst mit ihren durch schwere Salzsäcke beladenen Eseln entlang zogen und diesem Weg seinen noch heute geläufigen Namen gaben. Fast ausschließlich durch dichten Laubwald, ohne Täler und Ortschaften zu berühren, zieht sich dieser Weg stets in einer Höhe von 400-500 Metern von Schlüchtern im Nordwesten quer durch den Spessart über Flörsbach bis nach Großheubach am Main im Südwesten.

Birkenhainer Straße

Dieser legendäre Handelsweg führt von Hanau (Neuwirtshaus) durch den Spessart vorbei an Treffpunkten ehemals bedeutender Persönlichkeiten wie Savigny, Clemens Brentano, Brüder Grimm bis nach Gemünden. Viele Generationen von Spessarträubern regte er in frühen Jahrhunderten zu immer neuen Untaten an. Heute ist er auf 75 Kilometern ein friedlicher und beliebter Fernwanderweg mit wenigen Steigungen. Nur das Rauschen der tiefen Wälder mag so manchen Wanderer zum Träumen veranlassen und gruselige Räubergeschichten in Erinnerung rufen.

Schneewittchen-Wanderweg

Das liebliche Schneewittchen, so erzählen die Brüder Grimm, soll einst vom Lohrer Schloss aus Angst vor ihrer bösen Stiefmutter über die sieben Berge ins hessische Bieber zu den sieben Zwergen geflohen sein. Den Fluchtweg von Lohr am Main durch den Spessart zu den früheren Bieberer Bergleuten beschreibt den Schneewittchen-Wanderweg auf 36 Kilometern mit leichter bis mittlerer Steigung. Entlang der Wanderung weisen geologisch historische Stellen auf den Abbau von Silber, Kupfer, Blei sowie Eisen und Kobalt hin. Viele Museen heben die Besonderheiten an historischen Gegenständen wie auch des Bergbaus hervor.

Von insgesamt elf überregionalen Hessenwegen verlaufen vier Wege durch die Region Spessart-Kinzigtal-Vogelsberg.

Hessenweg 2 (H 2)

Der Start des H 2 ist in Warburg und verläuft durch den Vogelsberg und das Kinzigtal bis nach Hirschhorn am Neckar. Insgesamt ist die Tour 404 Kilometer lang, wobei es auf etwa 55 Kilometern Länge durch die Urlaubs- und Ferienregion zwischen Vogelsberg, Spessart und Kinzigtal geht und die Orte Gründau-Hain-Gründau, Gelnhausen, Linsengericht, Geiselbach, Hanau/ Neuwirtshaus und Hanau-Steinheim berührt.

Hessenweg 5 (H 5)

Von Dillenburg verläuft der H 5 auf 186 Kilometer Länge über den Vogelsberg, die Bergwinkelmetropole Schlüchtern, die Spessart und Rhöngemeinde Sinntal bis nach Bad Brückenau. Auf ca. 25 Kilometer durch die Region lässt sich die Gastfreundschaft der Bergwinkel-Region in und um Schlüchtern mit ihren reizvollen Gässchen und malerischen Winkeln erkunden. Weiter geht's auf dem Drei-Burgen-Weg vorbei an der Burg Brandenstein, der Ruine Steckelberg bis hin zur Burg Schwarzenfels in Sinntal-Schwarzenfels. Anschließend geht es weiter in Richtung des bayerischen Staatsbades Bad Brückenau.

Hessenweg 9 (H 9) – Lebendiges Mittelalter im Spessart entdecken

Der H 9 beginnt in Limburg an der Lahn, führt auf 184 Kilometern über den Hochtaunus in die Wetterau und von dort über Gelnhausen in den Spessart bis nach Lohr am Main. Die Wanderer entdecken auf dem Teilstück des Hessenweges 9 von Gelnhausen nach Lohr am Main das lebendige Mittelalter im Spessart und kommen in Einklang mit Natur und Geschichte. Auf 45 Kilometern mit stärkeren Steigungen und bis zu 500 Metern Höhenunterschied erlebt man den Spessart pur.

Hessenweg 11 (H 11) – Brüder-Grimm-Weg

Der H 11, besser bekannt als Brüder-Grimm-Weg, erstreckt sich auf einer Länge von 314 Kilometern von Hanau bis Gensungen/Felsberg. Die Etappe durch Kinzigtal beginnt in Hanau am Main/Neuwirtshaus und führt bis nach Schlüchtern. Beim Wandern durchs Märchenland der Brüder Grimm lernt man auf 80 Kilometern die Heimat der bekannten Märchensammler und Sprachforscher kennen. Sie wurden in Hanau geboren und in Steinau an der Straße verbrachten sie ihre Jugendzeit. Man zählt sie zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen und europäischen Kulturgeschichte.

Hinzu kommen zahllose örtliche Wanderwege, die von Vereinen und Verbänden betreut und gepflegt werden. Informationen bieten die Tourismusbüros und Rathäuser der jeweiligen Kommunen.

Wassersport im Main-Kinzig-Kreis

Es sind die beiden Flüsse Main und Kinzig, die dem Landkreis seinen Namen geben, die das regionale Erscheinungsbild entscheidend mitprägen und die vor allem im Sinne der aktiven Freizeitgestaltung viele Möglichkeiten bieten. Doch es gibt noch eine ganze Menge weiterer Gelegenheiten, im Main-Kinzig-Kreis mit dem nassen Element in Berührung zu kommen.

Von Mitte Juli bis Ende Februar ist die insgesamt rund 86 Kilometer lange Kinzig ab der Mauer des Kinzig-Stausees in Bad Soden-Salmünster-Ahl in bestimmten Bereichen für Ruderer und Kanuten befahrbar. Ein guter Einstieg ist die Kinzigbrücke am Ortsrand von Ahl. Der Fluss windet sich durch die wunderschöne Landschaft des Kinzigtals zwischen Salmünster, Wächtersbach und der Barbarossastadt Gelnhausen. Die Fahrt auf der Kinzig ist ein unvergessliches Erlebnis, kann jedoch gerade bei niedrigem Wasserpegel im Sommer zu einem echten Abenteuer werden. Ab Gelnhausen schlängelt sich der Fluss durch ein Wiesengelände, in dem auch Störche wieder eine Heimat gefunden haben. Am Unterlauf bietet sich als Standquartier das Bootshausgelände der Ski- und Kanugesellschaft Hanau mit Zeltplatz an. Der Zeltplatz liegt rund einen Kilometer vor der Mündung der Kinzig in den Main. Direkt an der Kinzig-Mündung gibt es einen Bootsverleih. Hier werden Tretboote, Ruderboote, Kanus und führerscheinfreie 5-PS-Boote, aber auch führerscheinpflichtige Sportboote und Jetskis verliehen.

Die Länge der Kinzig vom Auslauf des Ahler Stausees bis in die Hanauer Main-Mündung beträgt rund 63 Kilometer. Entlang der Kinzig gibt es zudem zahlreiche Angelvereine, die Fischereirechte besitzen und sich zu einer Interessengemeinschaft der Kinzigpächter zusammengeschlossen haben. Durch einen gemeinschaftlichen Fischbesatz zählt die Kinzig zu einem sehr guten Angelgewässer. Ausgabestellen für Gastkarten gibt es in Hanau, Erlensee, Langenselbold, Gelnhausen-Roth und Bad Soden-Salmünster-Ahl.

Der Main ist ein bedeutender Schifffahrtsweg und mit mehr als 500 Kilometern Fließstrecke der längste rechte Nebenfluss des Rheins. Für den Wassersportler bietet er hervorragende Bedingungen. Großkrotzenburg ist flussabwärts der erste Ort im Main-Kinzig-Kreis, den der Main erreicht. Bereits ab Seligenstadt fließt der Untermain bis zu seiner Mündung in den Rhein durch eine dicht besiedelte Landschaft. Ruderer, Kanuten, Kajak-, Kannadier- sowie Segel- und Motorbootfahrer fahren mainabwärts durch den Main-Kinzig-Kreis von Großkrotzenburg weiter nach Hanau. Das bekannte Schloss Philippsruhe liegt direkt am Ufer. Vorbei an Maintal geht es für die Wassersportler auf dem Fluss weiter in Richtung Offenbach und der Metropole Frankfurt.

Wer es beschaulicher angehen möchte, und nicht gleich auf einem Fluss unterwegs sein will, kann sich eines der Elektro-, Ruder- oder Tretboote am Steg des Ahler Stausees ausleihen und mit der ganzen Familie eine Runde über den See fahren. Der Ahler Stausee wurde in den Jahren 1976 bis 1982 zu Hochwasserschutzzwecken erbaut und bietet im Sommer eine Wasserfläche von rund 70 Hektar. Ein Rundweg um den See lädt lockt Radler, Jogger und Spaziergänger gleichermaßen an.

Für die aktive Erholung ist außerdem der Kinzigsee in Langenselbold die richtige Adresse. Baden, Segeln, Surfen und Angeln sind auf dem rund 23 Hektar großen Areal des Kinzigsees möglich. Dabei ist der See in einen Schwimm- und einen Segel- und Surfbereich getrennt. 600 Meter Sandstrand laden zum Sonnenbaden ein. Der Kinzigsee entstand als Baggerloch beim Bau der Autobahn 66 und ist zu einem beliebten Naherholungsziel geworden. Moritz Martin, mehrfacher deutscher Meister im Surfen in der Raceboardklasse, hat auf dem See bereits unzählige Trainingskilometer zurückgelegt.

Mit knapp 4 Hektar Wasserfläche ist das Strandbad am Ortsrand von Niederrodenbach ein kleiner, aber feiner Badesee. Der See bietet Abwechslung für Jung und Alt, Besucher finden einen kleinen Nichtschwimmerbereich und eine Badeinsel mit Sprungbrett vor.

Ebenso wie der Kinzigsee entstand auch der Hanauer Birkensee im Zuge des Autobahnbaus der A66. Nach der Renaturierung zunächst als Fischgewässer genutzt, wurde 1985 ein Strandbad eröffnet und ein Teil der rund 12 Hektar großen Wasserfläche zur Badezone erklärt. See und Strandbad befinden sich in Privatbesitz, die Wasserfläche bietet auch die Möglichkeit zum Segeln und Surfen.

In einem waldreichen Naherholungsgebiet zwischen Hanau und Erlensee befindet sich der Bärensee. Die 5 Hektar große Wasserfläche lädt zum Baden und Schwimmen ein. Auch Angeln und Minigolf sind möglich.

Das Strandbad Spessartblick mit 21 Hektar Wasserfläche in Großkrotzenburg entstand einst aus einem alten Braunkohletagebau. Zwei Badeinseln, eine Plattform mit Sprungbrett und eine große Liegewiese bieten alles, was das Herz begehrt. Wassersport mit Booten oder Surfbrettern ist hier aber nicht erlaubt.

In der Kurstadt Bad Orb gibt es ein Natur-Erlebnisbad, das Schwimmvergnügen wie in einem Voralpensee verspricht. Das Natur-Erlebnisbad bietet Quellwasser in seiner natürlichsten Form. Gereinigt im benachbarten Regenerations-Teich im Orbtal kommt kein Tropfen Chlor ins Spiel, die Natur selbst sorgt für Wasserqualität wie frisch aus den Spessartquellen.

Wer sich in einem Freischwimmbad am wohlsten fühlt, hat im Main-Kinzig-Kreis die Qual der Wahl. Freibäder befinden sich in Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Birstein, Bruchköbel, Flörsbachtal, Gelnhausen, Hanau, Langenselbold, Maintal, Nidderau, Schlüchtern, Sinntal, Steinau und Wächtersbach.

Hallenbäder gibt es in Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Bruchköbel, Freigericht, Gelnhausen, Großkrotzenburg, Hanau, Maintal, Nidderau, Ronneburg (im Jugendzentrum) und Schlüchtern.

Zusätzlich laden das Therma-Sol in Bad Soden-Salmünster und die Toskana-Therme in Bad Orb zur aktiven Erholung im nassen Element ein.

Eine kleine Auswahl an weiterführenden Links

Fasanerie Klein-Auheim
Wildparks
Marionettentheater Steinau
Hanauer Märchenfestspiele
Kultursommer
Erlebnispark Steinau
Falknerei Ronneburg
Kletterwald Steinau
Hochseilgarten Hanau
Hessisches Puppenmuseum
Bikewald für ältere Jugendliche
Badeseen
Schwimmbäder