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Dr. Kavai zum „Tag der Familie“: Gute Beispiele aus dem Kreis

„Wir gewinnen mit Familie“, ist nicht nur das Motto des Internationalen Tages der Familie, sondern auch die Überzeugung des Kreisbeigeordneten Dr. André Kavai, Schirmherr des Familienbündnisses des Main-Kinzig-Kreises. Zwar sei dieser Tag durch eine Resolution der UN-Generalversammlung von 1993 auf den 15. Mai festgelegt, seine Wirkung sollte jedoch nicht nur an dieses Datum gekoppelt sein.

„Ganz im Sinne der Vereinten Nationen ist es unser gemeinsames Ziel, das Bewusstsein für die Rolle der Familie als grundlegende Einheit der Gesellschaft zu schärfen und die öffentliche Unterstützung für Familien zu verstärken“, macht Kavai deutlich. Dabei gehe es auch um gesellschaftliche Gleichberechtigung, Recht auf freie Wahl des Ehepartners/der Ehepartnerin, um Frauen- und Kinderrechte und um den Schutz der Familie vor staatlichen Eingriffen.

Familienfreundlichkeit ist nach Erkenntnis des Kreisbeigeordneten in einer älter und bunter werdenden Gesellschaft ein Wettbewerbsfaktor. Das gilt sowohl für Unternehmen, die in Konkurrenz um gut ausgebildete Fachkräfte stehen, als auch für Städte und Regionen.

„Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich als Partnerinnen begreifen, die das gleiche Ziel verfolgen: Familien in all ihren Facetten und ihren Generationen für ihre Stadt und Region zu begeistern, sie zu halten und um neue Familien zu werben“, fordert Kavai auf. Zeit für Verantwortung in der Familie und der Pflege von Angehörigen und Zeit für qualifizierte Arbeit dürften sich in unserer Gesellschaft nicht ausschließen.

Familienfreundliche Arbeitsbedingungen in Betrieben seien dafür ebenso wichtig wie eine verlässliche Infrastruktur, die Vätern und Müttern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und Menschen, die Beruf und Pflegearbeit leisten, zu unterstützen. Kinderbetreuungsangebote, Schulen, bezahlbarer Wohnraum, Altenbetreuungseinrichtungen und attraktive Freizeitangebote sind einige Beispiele, die neben flexiblen Arbeitszeiten und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten eine wesentliche Rolle bei der Wahl des Lebensumfelds spielen.

Die Zukunft gehört familienfreundlichen Unternehmen und Regionen. „Dies hat der Main-Kinzig-Kreis erkannt und unterstützt mit seinem Familienbündnis diese Entwicklung durch verschiedenste Aktivitäten in den Bereichen Miteinander der Generationen, der Stärkung der Erziehungsverantwortung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagt Kavai.

Betriebe übernehmen nach den Erfahrungen des Kreisbeigeordneten immer mehr Verantwortung, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht und er hält dies im Hinblick auf den bevorstehenden Fachkräftebedarf für den richtigen Weg: „Familienfreundlichkeit eröffnet Unternehmen eine Perspektive, dem Fachkräftemangel zu begegnen, sorgt für Wirtschaftswachstum und Wohlstand und trägt dazu bei, die demografische Entwicklung aktiv zu begleiten und den Menschen das generationenübergreifende Miteinander zu gestalten.“

Immer mehr Firmen und Betriebe setzen auf Familienfreundlichkeit

Zahlreiche kleine und große Unternehmen haben das Angebot des Kreisbündnisses genutzt, sich als familienfreundlicher Betrieb auszeichnen zu lassen und ihre familienfreundlichen Maßnahmen darzustellen. Sie haben damit nicht nur die Chance genutzt, für sich selbst zu werben, sondern mit ihren Beispielen aufgezeigt, dass es nicht nur die großen Dinge wie Betriebskindergärten sind, die familienfreundliche Rahmenbedingungen ausmachen. Auch die „weichen“ Faktoren wie Verständnis, Wertschätzung und das Fördern von Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen und somit auch zur Region, zahlen sich aus.

Anlässlich des Internationalen Tag der Familie hat das Kreisbündnis diese guten Beispiele zusammengetragen und sie ins Familienportal des Main-Kinzig-Kreises www.mitkindundkegel.de in die Rubrik „Familie“ gestellt.

„Durch den Ausbau des Standortfaktors Familienfreundlichkeit und die Kommunikation darüber gewinnen wir als Main-Kinzig-Kreis bei den Menschen und als Wirtschaftsraum gleichermaßen“, bekräftigt Dr. Kavai. „Wer als Arbeitgeber/in attraktive Arbeitsbedingungen anbietet, erhöht die Chancen im Wettbewerb um die begehrten Fachkräfte.

„Die Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Familienpflichten rückt nicht zuletzt durch den ansteigenden Teil der gut qualifizierten Frauen immer mehr in den Fokus“, ergänzt die Koordinatorin des Bündnisses, Ute Pfaff-Hamann. Für Fragen rund um das Familienbündnis des Kreises und seiner Aktivitäten steht sie Interessierten telefonisch unter 06051-8512316 und familienbuendnis@mkk.de zur Verfügung.

Auch die Kreissparkasse Gelnhausen beteiligt sich an diesem Programm (v. l.): Michael Ebert (Leiter der Personalabteilung), Susanne Hofacker vom Personalrat,  Tanja Schreiber (Frauenbeauftragte der Kreissparkasse Gelnhausen), Dr. André Kavai, Gerhard Kleespies, Ute Pfaff-Hamann und Ilona Frei.