Frenz überreicht Zertifikate zur gezielten Sprachförderung in Kitas

Das Kindersprachscreening (KiSS) in den Kindertageseinrichtungen in Hessen kann jetzt im Main-Kinzig-Kreis beginnen. Die ersten 25 Erzieherinnen erhielten im Main-Kinzig-Forum die entsprechenden Zertifikate von Gesundheitsdezernent Günter Frenz. Vorausgegangen war eine achtstündige Schulung in Theorie und Praxis.

Das Projekt des Hessischen Sozialministeriums dient der systematischen Überprüfung und Beobachtung des Sprachstands der vierjährigen Kinder. Bereits im August 2008 hatte der Kreisausschuss beschlossen, sich diesem Projekt anzuschließen. In der Folge wurden die Städte und Gemeinden über die Einzelheiten informiert. „Ich freue mich, dass die Bürgermeister als Träger der Kindertagesstätten dieses wichtige Förderinstrument unterstützen“, sagte Frenz. Mehr als 70 Erzieherinnen konnten bereits in das Schulungsprogramm aufgenommen werden.

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat inzwischen vier Sprachexpertinnen eingesetzt, um die pädagogischen Fachkräfte zu qualifizieren und die Umsetzung des Screenings zu überwachen. „Ziel ist es, den Sprachstand nach einem standardisierten Verfahren zu erfassen und die Förderung der Kinder einzuleiten“, fasst Frenz zusammen. Denn mit der frühzeitigen Unterstützung werden die Chancen für eine erfolgreiche Schullaufbahn erheblich verbessert.

„Dass diese Maßnahme absolut notwendig ist, zeigen die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen des Gesundheitsamtes aus den Jahren 2000 bis 2004“, berichtet Dr. Irmhild Richter vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst. Im Raum Hanau seinen sprachauffällige Kinder besonders häufig vertreten, jedoch zeigen die Regionen Altkreis Gelnhausen und Altkreis Schlüchtern über den Zeitraum von 2000 bis 2004 eine stetig steigende Tendenz der auffälligen Kinder während der Schuleingangsuntersuchung.

Insgesamt liegt der Main-Kinzig-Kreis, mit ungefähr 15 Prozent sprachauffälliger Kinder in den Schuleingangsklassen, etwas höher als der Durchschnittswert (etwa 14 Prozent) der Kinder im Lande Hessen. Vor diesem Hintergrund dankte Frenz allen Beteiligten, die sich nun für eine gezielte Sprachförderung einsetzen. Die Erzieherinnen erhielten nicht nur ein Zertifikat, sondern auch eine Rose und einen Stein als Symbol für die grundlegende Bedeutung des Projektes.

Die ersten Erzieherinnen erhielten ihre Zertifikate für die Mitwirkung am Projekt KiSS.




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